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Informationen über
Schmerzerkrankungen

Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt (von den Privatkassen als
gemischte Krankenanstalt) und auch beihilfefähig.
GONARTHROSE
Die
spezielle Schmerztherapie verfügt über
eine sehr hilfreiche Therapiemethode, die nicht nur den Schmerz sondern
auch die Ursache erfolgreich behandelt
(siehe weiter unten).
Nach einer Mitteilung des statistischen
Bundesamtes
war die
Arthrose im Jahr
2005 die häufigste Ursache für eine
stationäre Rehabilitation.
An erster Stelle steht dabei die
Coxarthrose (=
Hüftgelenkarthrose)
(ICD10: M16),
gefolgt von der Gon arthrose
(ICD10: M17).
Der Begriff Gonarthrose steht für eine
Arthrose
des Kn
iegelenks.
Was ist Arthrose?
Die
Arthrose ist
zunächst eine Erkrankung des
Gelenk
knorpels, im weiteren Verlauf kommt es dann zu einer Umbildung des
knorpelnahen
Knochen
s, einhergehend mit
Schmerz
en, Schwellungen,
Bewegung
seinschränkung und Deformierung der
Gelenke.Zunächst
bestehen nur
Bewegungsschmerzen
und später tritt ein
Ruheschmerz hinzu.
Grundsätzlich kann festgestellt werden, daß
Durchblutungsstörungen
erheblich zur Ausbildung einer Arth rose beitragen. Das
ist auch der Grund, warum diese Krankheit mit zunehmendem Alter häufiger
auftritt, weil ja bekanntermaßen im Alter die Durchblutung nachläßt. Eine
Therapie kann deshalb nur dann wirksam sein, das gilt natürlich auch für die
begleitenden
Schmerzen, wenn die
Durchblutung wieder optimiert wird. Die
spezielle Schmerztherapie
verfügt im Rahmen der therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika) über
entsprechende Methoden
(siehe weiter unten).
Das Risiko, eine
Gelen
ks
arthrose zu bekommen, ist
generell sehr hoch, vor allem im Alter. Bei über 70-jährigen Menschen ist
bereits zu 80% eine
Arthrose vorhanden,
während nur 4% der 20-jährigen eine Arth rose haben, Frauen
sind häufiger betroffen.
Die Ausbildung einer
Gonarthrose und der damit verbundenen
Schmerzen im
Knie kann
durch mehrere Faktoren begünstigt werden. So z.B.:
Relativ häufig kommt es zu
einer
Gonar
throse
nach Sportverletzungen. Darüber hinaus können auch permanente Fehlbelastungen
z.B. bei Fehlstellung der
Beine (X- oder O-Bein
e) zu einer
Gonarthrose führen.
Zur Prävention (=
Vorbeugung) einer Gonarthrose
sollten deshalb präarthrotische
(= einer
Arthrose
vorausgehenden, eine
Arthrose
begünstigende) Deformitäten
(= Fehlbildungen)
beseitigt werden.
In den letzten Jahren hat
die operative Behandlung der
schmerz haften
Gonar
throse
große Bedeutung erlangt. Folgende Methoden stehen zur Verfügung:
- Medikamentös
zählt zum Therapiestandard die Behandlung mit künstlich hergestellter Hyaluronsäure, dem Hauptbestandteil der Gelenksflüssigkeit.
Die Kombination aus Glucoseamin und Chondroitinsulfat kann die
Gelenkschmerzen reduzieren und die Beweglichkeit bei Arthrose fördern. Als
klinisch wirksam haben sich Tagesdosen von 1500mg Glucoseamin und 800mg
Chondroitinsulfat erwiesen. Nach einem Bericht in der Fachzeitschrift Regulatory
Toxicology and Pharmacologiy (Februar 2007) sind diese Substanzen in dieser
Dosierung völlig frei von Nebenwirkungen. sind. Ein entsprechendes
Kombinationspräparat ist in Deutschland unter dem Namen Artvitum® verfügbar.
Die häufig verwendeten Medikamente mit dem Wirkstoff Chondroitin haben
wahrscheinlich bei Arthrose keine schmerzlindernde Wirkung. Dies haben
Forschende der Universität Bern im Nationalen Forschungsprogramm «Muskuloskelettale
Gesundheit - Chronische Schmerzen» (NFP 53) nach eigenen Angaben herausgefunden.
http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=2007-04-16-1209&pc=s02
- Synovektomie: Die operative Entfernung der Innenhaut der Gelenkkapsel, wenn
diese sich immer wieder entzündet und zu sog. Gelenksergüssen führt
-
Umstellungsosteotomie: Die
operative Beseitigung von Fehlstellungen zur Wiederherstellung
physiologischer
(= natürlicher)
Achsenverhältnisse am arthrotisch vorgeschädigten Gelen
k
- Gelenkersatz durch Endoprothesen aus Kunststoff oder Metall
Kn
iearthrose-Schmerzen bleiben nach
Gelenk-OP
Schmerzen und Schwellungen im Gelenk sind der Hauptgrund für minimal-invasive
Knieoperationen. Doch die ursprünglichen Beschwerden bleiben oft auch nach dem
Eingriff bestehen. 26.1.08
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gelenkschmerzen/news/kniearthrose_aid_235060.html
Nicht wenige Patienten mit
Schmerzen aufgrund
einer Gonarthrose kommen zur
Schmerztherapie,
weil sie eine Operation vermeiden bzw. zeitlich hinauszögern wollen oder eine
Operation aus anderen gesundheitlichen Gründen risikobehaftet ist. Die moderne
Schmerztherapie
verfügt über hilfreiche Behandlungsmöglichkeiten, die bei
Gonar
throse z.T. zu erstaunlichen
Resultaten führen.
Schmerzbehandlung
Medikamentöse Schmerzbehandlung:
Akut (= plötzlich
einsetzend, heftig) und subakut
(= eher schleichend
verlaufend) können zunächst (vorwiegend)
peripher wirkende
Analgetika
(=
Schmerzmittel, die am Ort der
Schmerz
entstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika
(= Rheumamittel),
aus dieser Gruppe möglichst
lmöglichst lang
wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B.
Parecoxib oder Etoricoxib,
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon
andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch
Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Entspannung von
Muskeln) (z.B.
Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die Schmerzzustände bei Gonarthrose nur mit zentral wirkenden
Analgetika (z.B. Tramadol,
Tilidin, bzw. Tilidin mit Naloxon oder auch Mophin) (= im
Gehirn bzw.
Rücken
mark wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei
Gonar
throse
eine längerfristige
Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar
Schmerzmittelabhängigkeit
vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva
(= Mittel gegen
Depressionen, aber
auch bei chronischen
Schmerzen infolge
einer Gonarthrose hilfreich) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Spezielle Schmerztherapie
Therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
zur
Schmerzbehandlung
bei Gonarthrose:
Bei anhaltenden
Schmerzen sollten
rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden. Eine sehr wirksame
Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder Suchtpotential, ist die therapeutische
Lokalanästhesie mit einem lang wirkenden örtlichen Betäubungsmittel (z.B.
Bupivacain) in Form von örtlichen Betäubungen und
Nervenblockaden. Dabei wird das schmerzhafte Kn iegelenk wiederholt (stationär
bei uns zwei mal täglich) großzügig perikapsulär
(= um die Gelenkkapsel herum)
infiltriert. Das
Kniegelenk
kann auch mit "Zeel" umspritzt werden, was manchen Patienten mit
"homöopathischer" Grundeinstellung sehr entgegen kommt. Als nächst höhere Therapiestufe kommen wiederholte Blockaden
(= Betäubungen)
des vorderen
Oberschenkel
nervs (N. femoralis) in Frage, in hartnäckigen Fällen auch
kontinuierlich mit Katheter*.
Grundsätzlich wird das
Lokalanästhetikum
(=
örtliches Betäubungsmittel)
jeweils so verdünnt verabreicht, daß nur die Sensibilität
(= u.a. Schmerzempfindung) betroffen
ist, die Motorik (=
Muskelfunktion) aber erhalten bleibt
und damit begleitend intensive, gelenkfunktionserhaltende sowie
funktionsfördernde krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich sind, bzw. bei
stärkeren Schmerzen durch Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung)
erst möglich werden.
-
Nervenblockaden haben darüber hinaus einen sehr günstigen Nebeneffekt. Durch
die gleichzeitige Blockade vegetativer Nervenfaseranteile kommt es im
korrespondierenden Gewebebereich zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung,
die jedem
entzündlich/ degenerativen Prozeß
nachhaltig entgegenwirkt. In diesem Sinne ist diese Behandlung bei
Gonar
throse
nicht nur symptomatisch
(= nicht nur auf den Schmerz gerichtet),
sondern auch kurativ
(= heilend).
*
Bei der sog.
kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne Kunststoffschlauch
dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen
Nerven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das
örtliche Betäubungsmittel
völlig schmerzlos nachgespritzt.
In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch
den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.
Physikalische
Schmerzbehandlungen:
Auch eine Elektrostimulation kann bei Gonarthrose eine Beschwerdelinderung
herbeiführen. Die transkutane Nervenstimulation mit
Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten
bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden paarig über dem Gelen
k aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der
Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden.
Eine weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche
Kältetherapie im Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen
Kaltluftgenerator, dessen Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit Schmerzen infolge einer
Gonar
throse empfinden allerdings lokale
Wärmeapplikationen (Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können
ebenfalls
Schmerzen
lindern.Auch eine
Magnetfeldtherapie (pulsierende
Signaltherapie) kann sehr hilfreich sein, gleiches gilt für
die
Hochtontherapie.
Die Verordnung von gewöhnlichen Massagen ist auch bei Gonarthrose
nicht sinnvoll. Für den Patient mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber
unter schmerztherapeutischem Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen
Kosten.
Nahezu unverzichtbar hingegen ist bei
Gonar
throse die heilgymnastische
Therapie, da meist nur diese geeignet ist, Gelenkfunktionen zu fördern bzw.
zu erhalten.
Andere Maßnahmen:
Der Vollständigkeit halber darf die
Akupunktur nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide (=
bewußtseinsverändernde) Verfahren
wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson sind im Rahmen
der
psychologischen Schmerztherapie eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie. Bei einer schmerzhaften Gonarthrose ist auch ein
Schmerzbewältigungstraining sinnvoll.
Kommt man um eine Operation
(künstlicher Gelenkersatz) nicht herum, weil z.B. durchblutungsfördernde
Maßnahmen nicht, oder zu spät eingeleitet wurden, so bieten die Methoden der
modernen
Schmerztherapie
optimale Voraussetzungen für eine nachfolgende
Anschlußheilbehandlung
(AHB)
bzw.
Anschlußrehabilitation.
Mehr darüber erfahren Sie hier:
http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk
(einfach anklicken).
Weitere
Arthrosen:
Omarthrose
Sprunggelenksarthrose
Handgelenksarthrose
Spondylarthrose
Coxarthrose
Die
invasiven
(= in den Körper eindringenden)
Therapiemethoden der
speziellen
Schmerztherapie setzen
eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen
therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die
kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in
ganz wenigen
Schmerzzentren
(Schmerzkliniken)
durchführbar, so z.B. in Bad Mergen
theim.

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http://www.gonarthrose.net
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